Die Attendorn-Elsper-Doppelmulde liegt, wie der Name schon vermuten lässt, zwischen den Städten Attendorn und Elspe. Die nörliche und größere Mulde beginnt westlich unmittelbar in Attendorn, zieht sich über Heggen und Finnentrop bis nach Fretter. Etwas südlich davon befindet sich die zweie Mulde, westlich gebildet durch das Repetal und östlich streichend bis Elspe. Zentral gelegen, im Lennetal, sind die beiden Kalkmulden verbunden durch ein schmales Kalkband. Unterirdisch sind die beiden Mulden fast durchgehend verbunden durch dünne Bänder verkarstungsfähigen Gesteins.

Die längste und bekannteste Höhle dieses Arbeitsgebiets ist die Attahöhle mit rund 6500m Gesamtganglänge. Ansonsten sind keine weiteren Riesenhöhlen in diesem Gebiet bekannt, obwohl Potential für weitere Höhlen dieser Länge vorhanden ist. Seit Ende 2016 gibt es eine weitere Großhöhle in diesem Karstgebiet. Bei Frettermühle wurde eine bereits 1982 entdeckte aktive Flusshöhle erneut aufgesucht. Bereits beim ersten Tauchgang der Höhlentaucher des befreundeten Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. konnte die Höhle von 25m auf 80m verlängert werden. Mit Stand Juni 2017 ist die Tauchstrecke derzeit 160m langDazu wurden überwasser liegende Höhlenteile gefunden und die Höhle gehört mit inzwischen 530m GGL zu den Großhöhlen. Eine weitere Forschung verspricht hier noch einige Überraschungen.

Eine weitere von der Speläogruppe Letmathe betreute Höhle ist die Wilhelmshöhle in der Nähe von Heggen. Ebenfalls bei Heggen liegt die Perle der Attendorn-Elsper-Doppelmulde, die Muttersteinhöhle. Diese ist so empfindlich, dass hier keine aktive Forschung mehr stattfindet. Zum Schutz der Höhle wurde der Eingang gesichert und verschüttet.