Geologische Übersicht Hönnetal
Das Arbeitsgebiet der Speläogruppe Letmathe e.V. im Hönnetal und geologische Übersicht. Kartengrundlage SCHMIDT 1975

Zwischen den Städten Hemer, Menden und Balve ersteckt sich das Hönnetal und durchschneidet das hier anstehende Massenklakplateau. Teilweise hat sich die Hönne hier bis zu 60m in das Kalkgestein eingegraben und beeindruckende Felskulissen geschaffen. Die Wohl bekanntesten Felsen sind die “7 Jungfrauen”, nördlich des Binoler Bahnhofs.

Die Hönne hat ihren Ursprung bei Neuenrade auf 437m üNN, von wo aus sie in nördlicher Richtung fließt, um nach 33km in die Ruhr zu münden. Bei Balve trifft die Hönne das erste mal auf den devonischen Massenkalk. Hier wurde einer der größten Hohlräume des westlichen Sauerlands ausgewaschen, die Balver Höhle. Auf dem weiteren Weg durch den hier Nord-Süd streichenden Kalkzug hat sich die Hönne immer tiefer in das Gestein gegraben und über 100 Höhlen geformt. Seit den frühen 70iger Jahren betreut die Speläogruppe Letmathe die Feldhof-, Tunnel- und Friedrichshöhle. Letztere ist mit 1290m Gesamtganglänge die längste Höhle in diesem Bereich.

Der Massenkalkzug, der von Iserlohn über Hemer zieht, biegt sich hier um den ausstreichenden Remscheid-Altenaer-Sattel. Dabei nimmt der Kalkzug eine Breite von fast 2km an und eine Mächtigkeit von bis zu 800m. Richtung süden läuft er bei Balve langsam aus. Das Kalkgebiet des Hönnetals stellt eine Karstbarre da, eine Senke die von nichtverkarstungfähigem Gestein umgeben ist. Bäche, die von den umliegenden Höhen dem Hönnetal zuströmen, versickern im Untergrund und treten erst im Tal wieder zu Tage.

Feldhofhöhle Eingang
Der Eingang der Feldhofhöhle im Winter

Die Speläogruppe Letmathe bereut seit Anfang der 70iger Jahre die Feldhof-, Tunne- und Friedrichshöhle und ein paar Kleinhöhlen in der Umgebung. Hauptfoschungsobjekt ist die Friedrichshöhle, in der noch immer der Zugang zur unterirdisch verlaufenden Hönne vermutet wird. Das Wasser der Hönne verschwindet in Schlucklöchern auf Höhe des Bahnhofs Binolen und entspringt unterhalb der Felhofhöhle in der Feldhofquelle wieder. Das unterirdische hydrologische System ist jedoch wesentlich komplexer und bedarf intensiver wissenschaftlicher Untersuchungen, denn auch die Wässer der Deilinghofer hochfläche entspringen teilweise wieder in der Feldhofquelle.